„Beim Tango ist genau das Umgekehrte der Fall: Entscheidend ist der Modus, qualifizierend ist die Form in ihren quantitativen und qualitativen Aspekten.“ (Gloria und Rodolfo Dinzel, Tango – eine heftige Sehnsucht nach Freiheit)
Dieses Zitat verweist auf ein zentrales Merkmal des Tango Argentino: Er ist kein Tanz, bei dem feste Choreografien auswendig gelernt werden. Vielmehr handelt es sich um eine körperliche Sprache, in der Tänzerinnen und Tänzer lernen, sich im Moment und im Dialog miteinander auszudrücken. Einen festgelegten „Grundschritt“, wie er aus vielen anderen Tänzen bekannt ist, gibt es nicht. Die im Titel des Buches beschriebene „heftige Sehnsucht nach Freiheit“ zeigt sich gerade darin, dass Tango immer wieder neu entsteht.
In diesem Kurs wird diese Tanzsprache vermittelt. Im Mittelpunkt stehen die Kommunikation zwischen zwei Tanzenden sowie die Grundlagen der Improvisation, die von Beginn an erlebbar gemacht werden. Ergänzend dazu beschäftigen wir uns mit der authentischen Tangokultur: sowohl mit ihren Ursprüngen in Argentinien als auch mit den Formen, in denen sie heute in Europa gelebt wird.
Die klassische Rollenverteilung (Führen/Folgen) ist freiwillig. Das Erlernen beider Rollen wird ausdrücklich unterstützt und ist fester Bestandteil zeitgemäßer Tangopraxis.
Für die Anmeldung ist keine fester Tanzpartner*in erforderlich. Die Tanzpaare finden sich im Kurs und wechseln regelmäßig.